Ein Sturm- und Orkantief zieht seit gestern Nachmittag über das Erzgebirge hinweg. In Annaberg-Buchholz war es heute Morgen verkehrstechnisch gesehen sehr ruhig. :-))
Und während die Autofahrer wohl völlig verzweifelt heute früh aus der Haustür traten, beginnen für die Kinder erst jetzt so richtig die Winterferien.
Hier drei Bilder sowie ein kleines Video, bei welchem man auf die Geräusche achten sollte.
Heute machte ich mich mal wieder auf dem Weg ins Parkhotel Waldschlößchen zum Kegeln. Manuela war natürlich wie immer mit dabei. Doch diesmal war der Weg dorthin ein anderer.
Das Buchholzer Nationallied ließ mir keine Ruhe, also machte ich mich heute auf dem Weg nach Buchholz zur Gaststätte "Dumme Sau". Als erstes vorweg: Mag für manch einen der Name der Gaststätte abschreckend sein, ganz schnell vergessen. Nein, nicht den Namen der Gaststätte, den sollte man sich unbedingt merken! Punkt 17.00 Uhr betrat ich diese urgemütliche Kneipe, die mich echt positiv überraschte. Inhaber Frank Uhlemann kann wirklich stolz auf dieses Lokal sein, in welchem man sich fast wie in einem Jagdzimmer fühlt und zudem ein herrlicher Kamin wohlige Wärme spendet. Zwar habe ich diesmal die Küche nicht in Anspruch genommen, doch das werde ich demnächst auf jeden Fall nachholen. Ich war ja nur gekommen, um ein wenig die Geschichte des Buchholzer Nationalliedes in Augenschein zu nehmen und sie auf meine Speicherkarte zu bannen. Und da hingen sie nun - in einem absolut sehr gutem Zustand: die handbemalten Schneidbretter mit den im Buchholzer Nationallied genannten Persönlichkeiten. Da dies die Originale sind, habe ich nun auch erst einmal die richtigen Namen (bzw. die richtige Schreibweise) mitnehmen können. Ganz nebenbei konnte ich die Öffnungszeiten erfragen: dienstags bis samstags ab 17.00 Uhr, sonntags ab 11.00 Uhr (Mittagstisch). Nachdem ich die "Dumme Sau" verlassen hatte, nahm ich einen kleinen Umweg hinauf zur Bergstraße 29, wo eine Gedenktafel zu Ehren von Paul Bräcklein, dem Verfasser des Buchholzer Nationalliedes angebracht ist. Auf dem Weg die Frauenstraße hinunter konnte ich es nicht lassen und muusste ganz einfach noch einmal die Kamera heraus holen. Zu imposant war einfach der Blick hinüber nach Annaberg und auf die Katharinenkirche. Buchholz ist also auch durchaus sehr sehenswert...
Heute nun endlich war es mal wieder soweit: eine Wanderung hinauf zum 807 Meter hohen Scheibenberg.
Dieser Berg ist vor allem durch seine "Orgelpfeifen" weithin bekannt. Diese Basaltformationen mit bis zu 40 Meter Höhe bieten eine imposante Kulisse und eine Überraschung:
Mitten in dieser Felswand kann man den sagenhaften König Oronomassan entdecken. Er thront auf einem kleinen Felsvorsprung. Den Scheibenberg bedeckten einst dichte Wälder mit mächtigen Bäumen. Zudem führten dunkle Höhlen in unergründliche Tiefen. Und in diesen hausten damals noch die Zwerge unter ihrem König Oronomassan. Sie sollen nicht größer als zwei Schuh gewesen sein, recht bunte Röckchen und Höschen getragen und die Leute aus der Umgebung geneckt haben. Aber sie sollen auch manchmal den armen Schluckern geholfen haben. Als man aber irgendwann am Fuße des Berges Silber fand, viele fremde Leute an den Berg zogen, störte die Zwerge die lauten Geräusche (verursacht durch den Bergbau) so sehr, dass sie sich in ruhigere Gefilde zurück zogen. Die Sage sagt weiterhin, dass man mit etwas Glück noch heute an der Nordseite des Berges das Zwergenloch entdecken kann. Man sollte also auch einmal im Sommer eine Wanderung unternehmen, um dies zu realisieren.
Direkt neben den Orgelpfeifen befindet sich eine Jugendschanze. Von dort aus bietet sich ebenfalls ein herrlicher Blick auf das Gelände. Schwindelfrei sollte man allerdings sein, da an dieser Stelle, die zwar für jedermann von der zum Berg hinaufführenden Straße zugänglich ist, der Schanzenhügel(?) bzw. Schanzenauslauf beginnt.
Wenn man sich dann losgerissen hat von diesem grandiosen Anblick und den Berg erklommen hat, wartet das nächste Abenteuer. Wir haben erst einmal das Bergrestaurant besucht, um uns zu stärken. In diesem Restaurant ist Charlie der heimliche Chef. Er ist der Hund der Betreiberfamilie.
Gut gestärkt ging es hinüber zum Aussichtsturm, der 1994 eingeweiht wurde. Ganze 132 Stufen führen nach oben. Doch es lohnt sich die Mühe. Von der Plattform (besser gesagt dem Rundgang) aus bietet sich ein herrlicher Blick über das Erzgebirge. Bei solch schönem Wetter wie heute (der nächtliche Wind hatte sich gelegt und die Sonne schaute raus) mit einer sehr guten Fernsicht wird man erneut in den Bann gezogen.
Zum Abschluss des Tages ging es wieder zu Fuß den Berg hinunter bis nach Schlettau, wo im Schlossteich die Enten und Schwäne auf wohl jeden warteten, der auch nur ansatzweise nach "Futterbringer" aussah.
Wer jetzt neugierig geworden ist: der Scheibenberg ist auch mit dem Auto gut erreichbar, zumal auf dem Berg ausreichend Parkplätze zur Verfügung stehen. Doch man sollte diesen Berg tatsächlich erwandern, sommers wie winters, da die Natur hier viele Einmaligkeiten bietet.
Heute war Schlittschuhlaufen angesagt. Auf dem Markt in Annaberg versuchten Manuela und Riccardo, sich ohne Sturz über das Eis zu bewegen. Das Ganze gelang auch recht gut, nahmen beide doch ein Hilfsmittel mit auf's Eis. Beide hatten ebenso wie die vielen anderen Leute richtig Spass auf der glatten Fläche.
Heute vormittag war die gesamte Lernförderschule Annaberg-Buchholz auf den Beinen, besser gesagt auf den Schlitten. Auf der Rodelbahn am Pöhlberg, welche mittlerweile sehr gut befahrbar ist und auch zwischendurch präpariert wird (siehe Diashow), rodelten die Kinder gemeinsam mit dem Schulpersonal. Bei herrlichstem Kaiserwetter (ca. minus vier Grad) ging es zu Fuß die knapp 2 km lange Strecke von der Schule hinauf zum Pöhlberg. Höhepunkt für die Kids war ein Lagerfeuer am Fuße der alten Schanze, von wo aus sich ein grandioser Blick auf das obere Erzgebirge sowie die Stadt bot. Die Schulleiterin höchstselbst verteilte gemeinsam mit den Lehrerinnen heißen Tee und Wiener Würstchen. So gestärkt wurde die letzte Abfahrt in Angriff genommen, welche auf einer soeben frisch gebügelten Piste richtig fetzte.
Die erste Schulstunde des Jahres 2009 wurde für die Kinder der Klassen 2a und 2b der Lernförderschule Annaberg-Buchholz zu einem wunderschönen Erlebnis. Die beiden Klassenlehrerinnen Frau Lang und Frau Schubert hielten einige Überraschungen parat.
Erste Überraschung: Die Kinder lernten einen neuen Schüler kennen, der ab heute in die Klasse 2a integriert wurde.
Zweite Überraschung: Jeder durfte das Neue Jahr nachträglich mit einer Wunderkerze begrüßen, welche im Freien angezündet wurden.
Dritte Überraschung: Es gab eine "unfaire" Schneeballschlacht. Alle Kinder gegen die beiden Lehrerinnen, wobei sich Frau Lang viel mehr wehren musste - Frau Schubert hatte sich heimlich etwas zurückgezogen. :-))
Vierte Überraschung: Es wurde auf das Neue Jahr 2009 nochmals angestoßen - mit Sekt! Natürlich Kindersekt, aber der war auch sehr lecker.
Nach all diesen Auflockerungen endete die gemeinsame Stunde der Klassen 2a und 2b mit dem Jahreskalender. Zunächst wurde die neue Jahreszahl ganz groß vorgestellt. Danach wurden Bilder erläutert, zu welchen die Monate zugeordnet werden mussten. Die Kinder hatten sichtlich Spass, wenn sich auch manchmal ein Fehler einschlich.
Und das Neue Jahr 2009 darf sich mit Sicherheit auch über so viel gute Laune freuen. Bleibt allen zu wünschen, dass sie weiterhin so viel Spass beim Lernen haben und alle Aufgaben mit Bravour meistern.